Jarosław Łukasik

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Kurzbiographie:
Geboren in Warschau hat Jarosław Łukasik seine Kindheit und Jugend in Hajnówka – einem kleinen Ort am Białowieża-Nationalpark an der Grenze von Polen und Weissrussland – verbracht. Seinen Wunschtraum – Malerei zu studieren – hat er in Posen verwirklichen können, wo er bis heute lebt und arbeitet.

Die wichtigsten Daten zum künstlerischen Werdegang:

Seit ca. 1985 tätig als Maler und Kunstkritiker, seit 1997 vertreten an 15 Sammel – und 17 Einzelausstellungen in Deutschland und Polen (neulich 2011 in der Galerie Pokusa in Wiesbaden).
1993 –  Preis der Kunstzeitschrift „Format“  für den besten jungen Kunstkritiker
1995 – Abschluß des Malereistudiums mit Magistrdiploma an der Kunstuniversität in Poznań/ Posen
2004 –  Stipendium des Polnischen Ministerium für Kultur und Kunst
2004 – Promotion an der Fakultät für Malerei und Bildhauerei der Kunstakademie zu Wrocław/ Breslau.
Derzeit – Habilitationsverfahren an der Fakultät für Malerei und Bildhauerei der Kunstakademie
zu Wrocław/ Breslau

Einzelausstellungen:
1999 – Galerie „Polony“, Poznań: „Bilder des Stillebens“
1999 – Galerie CDN, Czeladź: „Gemälde“
2000 – Stadtgalerie MBWA, Leszno: „Bilder des Stillebens“
2001 – Galerie „Polony“, Poznań: „Schlicht und Einfach: Gemälde“
2001 – Stadtgalerie BWA „Wieża Ciśnień“ [Wasserturm], Konin: „Gemälde“
2001 – Galerie im Theater „Rozmaitości“ [Varia], Warszawa
2002 – Galerie 99 Muzeum Śremskie, Śrem: „Lichter des Daseins“
2005 – Galerie Kierat 1, Szczecin
2006 – Galerie „Ego“, Poznań, Wrocławska 19
2006 – Bałtycka Galeria Sztuki Współczesnej
           [Baltische Galerie für die Gegenwartskunst], Słupsk
2007 – Stadtgalerie „Arsenał”, Poznań: „ Persönliche Orte”
2008 – Klub Pracy Twórczej [Club für Schöpferische Arbeit] „Lamus”,
            Gorzów Wielkopolski
2008 – Galerie der Kunstakademie, Wrocław
2009 – Galerie des Verbundes Polnischer Bildender Künstler (ZPAP) „Pro Arte”, Zielona Góra
2011 – Galerie „Artoteka Sztuki” [Galerie Kunstmappe],
            Universität Zielona Góra
2011 – Galerie „Pokusa”, Wiesbaden: „Fenster zum Dasein“
2013 – Galerie der Kunstakademie , Wrocław: „Lichter des Daseins“

Sammelausstellungen:
1997 – Kulturzentrum „Zamek“ [Schloß], Poznań 1, Posener Kunstfestival
            „Trwanie obrazu“ [Das Bestehen des Bildes]
1997 – Galerie „Na Mieczykowej“, Zielona Góra: „Malarstwo – katedra“
            [Malerei – eine Kathedrale]
1999 – Galerie BWA Bielsko-Biala,  34. Festival der Polnischen
            Gegenwartsmalerei
2000 – Archeologisch-Historisches Museum, Głogów, Ausstellung
            der Künstler-Pädagogen des Instituts für Bildende Kultur
2000 – Galerie in der Alten Kachelofenfabrik, Neusterlitz
2000 – „Zbliżenia – Annäherungen“, Ausstellung der Künstler der Galerie „Polony“
2000 – Muzeum Ziemi Lubuskiej [Museum des Landes Lebus], Zielona Góra,
            Ausstellung der Künstler-Pädagogen des Instituts für Bildende Kultur
2001 – Galerie BWA Bielsko-Biała, 35. Festival der Polnischen Gegenwartsmalerei
2001 – Stadtgalerie BWA, Poznań, Ausstellung der Künstler der Galerie
             „Polony“ zum 20. Jubileums des Bestehens der Galerie. „Namen der Zeit“
2002 – Zamek Książat Pomorskich [Schloß der Pommerschen Fürsten], Szczecin,
            19. Festival der Polnischen Malerei „Obrazowanie“ [Bildnerisches Darstellen]
2004 – Zamek Książat Pomorskich [Schloß der Pommerschen Fürsten], Szczecin,
            20. Festival der Polnischen Malerei „Konfiguracja“ [Konfiguration]
2008 – Zamek Książat Pomorskich, Szczecin, 22. Festival der Polnischen Malerei
2010 – Zamek Książat Pomorskich, Szczecin, 23. Festival der Polnischen Malerei
2011 – Galerie ZPAP Kierat 1, Szczecin: „Interpretacje“ [Interprtationen]
2011 – Galerie „Art“ Swinoujscie: „Interpretacje“ [Interprtationen]

Der Künstler über sein Werk und seine Motivation zu schaffen:
„Wenn wir das Bild als ‘Welt für sich’ begreifen, ist eine gebleichte Tischdecke ein ‘Fenster’ zum Inneren. Wir können durch dieses Fenster ins Innere schauen, wo das Leben sein idealisiertes Dasein führt. Wir schauen in die Phantasie oder gelegentlich in die Erinnerung, wo der Mensch anderen menschlichen Gesichtern begegnet, die nicht durch Mienen oder gespielte Gefühle entstellt sind. Wir blicken hinein, wo Wärme und Geborgenheit herrschen. 

Mich fasziniert die Erzählung des Lebens. Die malerischen Mittel, die Farben meiner inneren Welt lassen mich meine Welten, mein Leben narrativ gestalten. Meine Bilder fokussieren sich nicht auf konkrete Pointen. Ihr Sinn erschließt sich jeweils aus einer anderen, durch Intuition fundierten Vermutung, deren teleologischer Pessimismus unter der Maske kompakter, oder wenn man will, formstrenger und einfacher Kompositionen verborgen bleibt. 

Mein Werk widme ich denjenigen, die unter der Schicht aus Farbe und Licht die einzelne, einsame Dauer erblicken. Ich widme es denjenigen, die folgende Wahrheit verinnerlichen: Wonach wir auch immer verlangen mögen, bleibt unser Leben in seiner existenziellen Dimension eine Art Dauer im Streben nach einer Zukunft, an deren Ende wir die Aufschrift „Ende” erblicken. Je weiter wir im Alter fortschreiten, desto schärfer, deutlicher wird diese Schrift. Und die einzige Alternative für den Pessimismus bleibt der andere Mensch, mit dem ich mich im Inneren der gemalten Bilder treffen kann.“

                                                                                                                     Jarosław Łukasik