Roman Lipski

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1969 in Nowy Dwór Gdański geboren. Autodidaktischer Maler, Fahrer und Mechaniker, erfahren durch Emigrantenlager, Sozialhilfe und Gelegenheitsjobs polnischer Auswanderer. Seine Bilder befinden sich heutzutage in den besten Gegenwartskunst-Sammlungen – in der Privatsammlung von Erich Marx  im Hamburger Bahnhof, in den Sammlungen von Volker Schlöndorff, Birgit Ostermaier, Friedrich Moltke, in Museen wie Boston Museum of Fine Arts, Colby Museum in Waterville, Elgiz Museum in Istanbul, Muzeum Narodowe in Szczecin und in vielen anderen. Seine Bilder werden gleich neben solchen berühmten Persönlichkeiten wie Hockney, Rusch, Lichtenstein gezeigt. Die Malerei von Roman Lipski belebt den schon lange her aufgegebenen Glauben an den Geniekünstler wieder und das Betrachten seiner Gemälde gibt unmittelbare, von jeglicher Theorie freie Freude an rein ästhetischen, emotional beladenen, schönen Werken. Denn wer von gegenwärtig schaffenden anerkannten Künstlern hat heutzutage genug Mut zu sagen: „Ich male das, was mich bewegt, oft das, was mir nicht gefällt, dafür aber mit Liebe, frei von Ironie.“ Diesen Mut besitzt Roman Lipski.

Um Malen zu lernen, besuchte er Kurse an den Berliner Kulturhäusern und an den privaten Malschulen. Von größter Bedeutung war aber die Zusammenarbeit mit Max Neumann in den Jahren 2000 bis 2005, den er bis dato für seinen Meister hält. In seiner Freizeit sah sich Roman Lipski Werke von alten Meistern an: Rembrandt, Holbein, Georges de la Tour, Rubens. Um das Jahr 2000 gründete er zusammen mit seinen polnischen Freunden, Künstlern und Schriftstellern: Leszek Oświęcimski, Wojciech „Lopez“ Stamm und Piotr Mordel den Club der Polnischen Versager, der schnell aus seinem Sitz an der Torstraße eine der energischer funktionierenden alternativen Szenen in Berlin machte. Seinem bisher nicht erkundeten literarischen Talent gab der Künstler freien Lauf in der eigenen Zeitung der Versager – „Kolano“ (Knie). Als Durchbruch in Lipskis Karriere ist die Begegnung mit einem der bedeutendsten deutschen Sammler der Gegenwartskunst – Erich Marx anzusehen. Das von Dr. Marx gestiftete Stipendium gab dem Künstler die Möglichkeit, sich ausschließlich der Malerei zu widmen. „Seit der Trennung von der Familie wohne ich im Atelier. Ich habe eine festgelegte Prozedur. Ich stehe morgens auf, gehe ins Restaurant frühstücken. Dann mache ich mich ans Malen. Wenn es mir gelingt, auf diese Weise den Tag zu überleben, bin ich glücklich“, sagt Roman Lipski mit angeborener Offenheit im Interview mit Aneta Panek.

Während der „Schlossoper“ zeigt Roman Lipski neue und alte Bilder unter dem gemeinsamen Titel „Die Landschaft und noch etwas nach den Menschen übrig“.